Schwangerschaft spirituell, heilig und ganz

Plazentarituale

Abgelegt unter: Rituale für und um die Schwangerschaft — jana @ 8:54 am

In allen Kulturen der Welt gibt es Rituale rund um die Plazenta- den Mutterkuchen - das Organ, dass das Kind so lange genährt hat.

Ein auch in Euroap sehr bekanntes Ritual ist schon kurz in dem Beitrag über die Rituale der Dagara aus dem Buch “In unserer Mitte” beschrieben:

Baum und Plazenta

Die Plazenta in der Erde zu vergraben und einen Baum darauf zu pflanzen. Dieser Baum wächst gemeinsam mit dem Kind heran, ist eine Zufluchtsstelle für das Kind. Hier findet der Mensch dann seine eigenen Wurzeln, seinen Beginn und Verankerung in der Welt

Auch möglich ist es, die Plazenta unter einem bestehenden Baum zu vergraben.

Beides ist inzwischen auch in Deutschland gar nicht soo unüblich, zumindest haben viele schon davon gehört.

Irgendwo habe ich von einer dritten Variante gehört oder gelesen: Dass früher in Europa die Plazenta in einen Baum gehangen wurde. Aber das spukt mir nur so im Kopf herum, ich hab keine Quelle dafür.

Neu war mir völlig, das Ritual, das ich am Wochenende kennenlernte:

Die Plazenta essen

Die Plazenta zu essen, bzw symbolisch ein Stückchen davon.

Andere Säugetiere fressen bekanntlich die Nachgeburt auf, soweit so bekannt. Die Plazenta enthält eine Fülle von Hormonen und ist auch sehr nährstoffreich. Es soll sogar eine sehr kleine Studie geben, die sagt, dass Frauen, die von der Plazenta aßen, weniger Probleme mit der Rückbildung hatten und keine Probleme mit Wochenbettdepression.

Auf jeden Fall is es natürlich ein sehr archaisches Ritual. Das kann ein Argument dafür und eins dagegen sein :) Mit dem Essen eines Stückes der Plazenta, kann mensch nochmals die Situation ehren, die Kraft des neuen Lebens aufnehmen, an dieser Macht teilhaben.

Homoöpathie

Ein sehr neues westeuropäisches Ritual ist es, ein Stück von der Plazenta zu einem Labor zu schicken, um daraus Globoli anfertigen zu lassen. Diese Globoli, die dann gar nicht so recht zu dem klassischen Konzept der Homöopathie passen, sollen dann eine Art Stärkungsmittel sein, etwas, was die Selbstheilungskräfte anregt und bei fast allen Beschwerden des Babys genommen werden kann. Auch für die Mutter gibt es wohl zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Aber im Gegensatz dazu, dass ich schon viel darüber gehört hab, dass mensch das machen kann, findet sich wenig über das wie der Anwendung oder die Wirkweise und ist scheinbar nicht unumstritten.

Auf die nächste Geburt, würde ich mich anders vorbereiten

Abgelegt unter: Literatur und Links — jana @ 8:35 am

http://www.schwanger-info.de/index.php?id=276

Ein Erfahrungsbericht einer Mutter. Warum Hebamme, Yoga, Atmung und Entspannung auch wichtig und hilfreich ist, wenn man keinen “Esoquatsch” mag.

Geburt ohne Schmerzen

Abgelegt unter: Geburt — Alchemilla @ 8:10 pm

Ich möchte über meine zweite Geburt berichten. Wie bereits die Schwangerschaft verlief auch die Geburt so anders als erste. Vielleicht weil ich schon erfahren war, ein Kind zu gebären und somit genau wusste, was ich möchte und was nicht. Ich hatte mir diesmal eine Beleghebamme gesucht. Beim Frauenarzt war ich nur 2 mal, die gesamte Vorsorge lief über meine Hebamme und mein zweites Kind konnte ich unter ihrer Obhut bekommen. Es war eine wunderbare Zeit, denn ich wurde sehr gut betreut und gestärkt von meiner Hebamme und hatte somit viel Kraft und großes Vertrauen.

Zwei Tage nach der Gebur musste ich es mir einfach von der Seele schreiben:

2. März 2006

0.10 Uhr ich liege auf dem Sofa, schaue fern und das Ziehen wird stärker. Nun muss ich doch die Wehen veratmen. Sollte es etwa losgehen? Ich kann es nicht glauben. Bei Vicky (eine Freundin) brennt noch Licht, ich überlege, ob ich sie anrufe. 0.50 Uhr bei Vicky brennt immer noch Licht, ich rufe sie an. Wir beschließen, dass sie rüberkommt um Basti (mein Großer) abzuholen, falls es losgeht. Einige Wehen sind nun doch intensiver. Währenddessen wird auch Mike (mein Mann) wach und zieht sich an. Er denkt, ich hätte mit Doris (meine Hebamme) gesprochen. Ich habe ihn aufgeklärt, es ist noch viel zu früh. Vicky kommt und wir quatschen im Flur. Sie meint, ich sollte schon ins KH fahren. Die Wehen sind ca. alle 5 min, aber noch viel zu gut auszuhalten. Es ist eine sehr schöne Stimmung. Mike und Vicky bringen Basti rüber. Er wird noch mal wach und ich verabschiede mich von Basti. Ich hatte das große Bedürfnis rumzulaufen, gern wäre ich noch mal rausgegangen, aber es ist kalt und dunkel. Mike kommt wieder. Wir kochen zusammen Kaffee und ich esse Stachelbeeren. Zwischendurch muss ich aufstehen und laufen. Die Wehen kann ich gut aber laut veratmen. Mike guckt immer ganz geschockt, doch wenn die Wehe weg ist, kann ich lachen und ihm sagen, dass es mir gut geht. Ich laufe die ganze Zeit durch unseren Flur. Mike beschließt am Rechner ein Protokoll über die Wehentätigkeit zu erstellen. Ich laufe also durch die Wohnung und dann rufe ich zu Mike, JETZT wieder und VORBEI: Alles wurde akribisch von Mike festgehalten, typisch Beamter. Die Zeit rast nur so. Ca. 4.00 Uhr morgens setzte ich mich aufs Sofa. Eigentlich hatte ich mit Mike vereinbart, um 4.00 Uhr Doris anzurufen, aber ich hielt dies immer noch nicht für notwendig. Wir schlafen beide ein. Ca. 4.45 Uhr werde ich wieder wach. Keine Wehen mehr. Ich bin enttäuscht und wecke Mike. „Lass uns im Schlafzimmer weiterschlafen, Baby kommt wohl nicht.“ L Ich versuche einzuschlafen und bekomme prompt Wehen. Im Liegen sind sie sehr unangenehm. Nun muss ich bei jeder Wehe laut stöhnen und dabei ziehe ich an Mike’s Haaren, der arme Kerl. Ca. 5.30 Uhr beschließe ich wieder aufzustehen, ich muss laufen, mich bewegen. Mike will nun Doris anrufen, ich glaube, er hat Angst. Ich gehe ins Bad und muss dabei immer wieder die Wehen veratmen. Dann dusche ich. Die Wehen werden leichter und gehen wieder weg. Mist, jetzt hat Mike schon Doris angerufen. Es geht doch noch gar nicht los. Doris kommt ca. gegen 7.00 Uhr. Ich habe seit ca. einer Stunde nur noch ganz leichte Wehen, mir war es peinlich, weil ich dachte, es ist falscher Alarm. Doris findet nicht sofort die Herztöne, ich bin angespannt und habe Angst. Heikes Baby ist vor drei Wochen während der Geburt im Mutterleib gestorben, das Herz hat einfach aufgehört zu schlagen. Doris bleibt ruhig und findet die Herztöne. Endlich. Dann untersucht sie mich. Ganz ruhig, wie immer, meint sie, wir sollten die Tasche packen und sofort ins KH fahren. Äh??? Wieso, es geht mir gut. Ich bin bereits 7 cm eröffnet!! Nein, dass kann nicht sein. Ich kann ihr nicht glauben, dazu geht es mir doch viel zu gut. Es ist so, wir beschließen ins KH zu fahren. Während der Autofahrt bekomme ich wieder starke Wehen, ich musste im Auto wieder laut mitstöhnen. Mike versuchte sich zu konzentrieren, ich glaube, es fiel ihm schwer. Zum Glück sind wir 10 min später am KH. Es ist kurz vor 8.00 Uhr. Wir müssen an der Cafeteria vorbei, die Leute gucken, es stört mich nicht. Ich will laufen, stöhnen und Treppensteigen (1 Etage). Eine Omi kommt uns entgegen, ich musste laut stöhnen. Sie lachte mich an. Plötzlich wollte ich nach Hause und musste weinen. Mike musste mich zum Kreissaal zerren. Doris macht uns die Tür aus, sie sieht ganz anders aus in den weißen Klamotten. Ich habe Angst vor den Ärzten und dass etwas passiert, was ich nicht möchte. Wir versuchten die große Reisetasche in den schmalen Spind zu packen. Die Tasche war viel zu groß! Während meiner Mutterschutzfrist stand die Tasche offen im Bad und ich schmiss allerhand Zeug rein, von dem ich dachte, dass könnte ich gut im Kreissaal gebrauchen. So z. Bsp. eine große Kerze, diverse Massageöle, Beruhigungsmusik, Lavendelentspannungsbad, zwei Oberteile, eine Hose, die Sachen für Matti, Massagebälle, Haargummis, Zahnbürste, Feenkarten, Eiswürfel aus Apfelsaft, Kekse, Süßkram, Sekt, Wasser und natürlich meine rote Kuscheldecke. (Natürlich habe davon überhaupt nichts gebraucht!) Es wurde nun ein CTG gemacht. Das war in Ordnung, obwohl im Sitzen die Wehen sehr unangenehm waren. Das CTG war okay und ich darf endlich wieder aufstehen. Der Kreissaal ist leer und ich kann mir aussuchen, wo ich hin will. Ich kann mich nicht entscheiden, es ist mir egal, ich will sowieso laufen. Doris beschließt, dass wir den Saal mit der Geburtswanne nehmen. Ich will aber noch laufen. Wir laufen durch den Gang, es ist mir zu eng, ich will raus. Wir sagen Doris bescheid, wir sollen um 9.30 Uhr wieder da sein. Wir laufen durch die KH-Flure, es tut mir gut zu sehen, was hier los ist. Zwischendurch halte ich mich an den weißen Stangen an der Wand fest und veratme die Wehen laut. Nach der Wehe geht es mir gut, ich bekomme alles mit und kann mich mit Mike ganz normal weiter unterhalten. Ich sehe die Patienten, die an uns im Bett oder im Rollstuhl vorbeifahren. Es ist 9.30 Uhr wir sind zurück im Kreissaal. Doris will mich wieder untersuchen, auf dem Bett. Oh Gott, ich will da nicht rauf. Irgendwie konnte ich dann doch überredet werden, mich auf das Bett zu legen, aber nur kurz. Wenn die nächste Wehe kommt, will ich wieder runter. Doris will aber noch die nächste Wehe abwarten. Oh, nein, das wird bestimmt unangenehm. Doris gibt mir bis um 11.00 Uhr Zeit. Wieso? Das Kind kommt der erst heute Nachmittag oder Abend, waren meine Gedanken. Die Wehe kommt und Doris meint, dass das Wasser in die Wanne gelassen werden kann. Ich will aber wieder laufen. Doris meint, ich soll SOFORT in die Wanne. Der Muttermund ist vollständig eröffnet. Ich kann es gar nicht fassen und glauben. Ich merke doch gar nichts! Die Wehen waren noch gut auszuhalten. Viel zu gut, wie ich fand. In der Wanne fand ich es erst eng und unbequem. Ich konnte mich schwer entspannen. Ich bekam dann die Nadel auf dem Kopf und Globolis. Mike war neben mir am Wannenrand. Er hat sich eine Wassergeburt gewünscht. Doris wuselt im Raum rum. Mir war es zu ruhig, ich meinte, könnt ihr euch nicht unterhalten? Es ist so ruhig. Ich bekomme fast alles mit, worüber sie sich unterhalten (glaube ich zumindest). Zwischendurch bekomme ich immer wieder Wehen, sie sind stärker geworden, ich muss nun auch hier laut stöhnen. Doris meint, das Kind ist bald da, wir warten nur noch auf die Presswehen. Äh, aber erst müssen doch die Übergangswehen kommen. Ich glaube ich habe noch mal angefangen zu diskutieren, dass das Kind noch nicht kommt. Ich will noch nicht, dass geht mir doch zu schnell. Plötzlich taucht ein Arzt auf. Ich blaffte ihn an, dass er gleich wieder gehen kann, das Kind kommt noch nicht, dass dauert noch. Plötzlich merke ich einen Druck aber nur oben am Bauch, nicht unten. Es fühlt sich komisch an, ich weiß nicht was ich machen soll, wo soll ich hindrücken? Ich habe echt kein Gefühl. Doris sagt, das Kind wartet schon. Ich versuchte es zu fühlen, konnte aber nix feststellen. Dann ging die Fruchtblase auf. Der Druck wurde stärker, ich sollte schieben, aber ich wusste nicht wohin, es tat nicht weh. 2 oder 3 Wehen später schoss der Kopf heraus. Ich war von der Wucht so überrumpelt, dass ich laut geschrieen habe, aber nicht aus Schmerz, sondern vor Schreck. Ich fühlte den Kopf und konnte es gar nicht fassen, der Kopf ist da! Es hat Haare!!! Noch eine Wehe und der Rest kam genauso heftig, wieder habe ich laut geschrieen, vielleicht zum Abschied? Bis zum Schluss konnte ich nicht glauben, dass es so schnell und relativ schmerzarm vorangeht. Ich war aufgeregt und konnte bis zum Schluss nicht glauben, dass das Baby nun endlich raus wollte. Trotz der Aufregung habe ich mich dennoch gut aufgehoben gefühlt. Dank Doris, wurde die Geburt genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Sie hat uns die Zeit gelassen, die wir brauchten. Das Baby lag auf meinem Bauch und schaute mich an. Es war wunderbar. Ich habe es mir erstmal angeschaut. Es hatte schwarze Haare, wie ich es vorhergesagt hatte.Erst nach einer Weile schauten wir nach, was es eigentlich ist.

Ein Junge

- willkommen im Leben -

Matthes Lennart.

Rituale für die Schwangerschaft

Abgelegt unter: Rituale für und um die Schwangerschaft — jana @ 6:02 pm

Ich möchte einen Teil der Rituale vorstellen, die Sobonfu Somé aus ihrer Kultur in dem Buch “In unserer Mitte” berichtet und weitergibt. Sobonfu Somé kommt aus der Kultur der Dagara in Burkina-Faso, lebt heute in USA.

Ich denke, wir können uns gut anregen lassen zu eigenen Ritualen von den Berichten von Sobonfu Somé ohne dass wir die gleichen Rituale benutzen müssen.

Willkommenheißen der Schwangeren

Bei den Dagara wird jede Schwangere Frau mit einem großen Fest und Ritual begrüßt. Die Schwangere wird rituell gewaschen und eingekleidet, und jedes Mitglied der Gemeinschaft heißt sie und die neue Seele willkommen. Ihr Bauch wird geküsst und Gebete und Segenswünsche für sie und das Baby gesprochen.
Bei diesem Ritual wird auch der Babyschrein errichtet. Dieser Schrein oder Altar soll die Kommunikation zwischen den Eltern und dem Ungeborenen erleichtern. Bei den Dagara ist das erste auf dem Schrein ein Medizinbeutel der Großeltern, eventuell kommen die Geschenke der Gemeinschaft an die Mutter hinzu. Vor allem wird aber dieser Babyschrein in nächster Zeit bereichert durch die Dinge, die die Eltern magisch anziehen und so auf das Kind hinweisen.

Bei den Dagara ist es die Aufgabe der Schwangeren, die Bedürfnisse Ihres Babies auszuleben und auszudrücken und einen sehr engen Kontakt zu dem Baby herzustellen. Essensgelüste, Stimmungen etc. werden als Mitteilungen und Wünsche des Babies gedeutet.

Anhörungsritual

Die Dagara kennen ein aufwendiges Tranceritual, das die Ältesten zusammen mit der Mutter durchführen. Dort wird - natürlich innerhalb bestimmter zeremonieller Richtlinien - tritt die Mutter in eine tiefe Trance, so dass das Baby aus ihr sprechen kann. Die Ältesten befragen das Baby, das durch die Mutter spricht, nach seiner Lebensaufgabe in diesem Leben: warum es jetzt gekommen ist, hierher, was der Zweck dieses Lebens sein wird und wie die Gemeinschaft dabei helfen kann. Diese Information ist dann ausschleggebend für die Namenssuche, die Ältesten betreiben. Der Name wird mittels einer Weissagung gefunden oder überprüft, da er den Segen der Ahnen erhalten muss und passen muss.

Auch können bei dem Ritual Speisen, Getränke und ander Dinge ermittelt werden, die für das Baby hilfreich sein werden auf seinem Weg und Hinweise auf den Geburtsstein, den jedes Mitglied der Dagara-Gesellschaft erhält.

Die Ältesten werden das erlangte Wissen hüten und bei der Initiation des Kindes in die Erwachsenenwelt erneut weitergeben oder zurückgeben, weil es bis dahin diese Dinge vergessen hat.

Geburtsritual

Das Geburtsritual hingegen ist eher schlicht: Die Frau gebiert im Kreis der Frauen und mit der Unterstützung einer Hebamme, aber das ganze Dorf nimmt Anteil. Vor der Tür warten die jüngsten Kinder der Gemeinschaft, um den Schrei des Neugeborenen mit ihrem Schrei zu beantworten. So soll es sich willkommen fühlen, merken, dass es nicht alleine ist.

Plazentaritual

Auch die DAgara kennen- wie so viele Kulturen ein Ritual um die Plazenta. Diese wird aufgehoben und unter einem ausgesuchten Ort vergraben. Dies geschieht, wenn die Mutter wieder zu Kräften gekommen ist nur die Frauen nehmen daran Teil.

Der Plazenta wird gedankt und sie wird rituell vergraben und ein Baum darauf gepflanzt. Dieser Baum ist dann für das Kind und den späteren Erwachsenen ein wichtiger Ort, an dem es etwas über seien Wurzeln erfahren kann, Hilfe und Kraft erhalten kann. Bevor die Dagara heiraten oder Kinder bekommen, müssen Sie erst, zu ihrem Baum, um sich dort mit ihrem Ursprung wieder zu verbinden.

“Die Reise ins Leben”

Abgelegt unter: Literatur und Links — jana @ 4:11 pm

Die Reise ins Leben
Schwangerschaft und Geburt bewusst erleben
Naturheilkunde - Ernährung - Ayurveda - Meditation - Yoga

Dr. med. Deepak Chopra, Dr. med. David Simon, Vicky Abrams
Knaur, 19,90 Euro

Ich habe alles gekauft, was irgendwie mit ganzheitlicher Schwangerschaft, oder Spiritualität in der Schwangerschaft zu tun hat. Über dieses Buch bin ich jetzt erst vor zwei Wochen in irgend einem Verlagsheftchen gestolpert. Es ist neben “Schwangerschaft- Mythos und Wirklichkeit” mein ultimativer Buchtipp und das beste Buch. (Okay, die “Hebammensprechstunde” ist auch extrem gut, aber eben nicht spirituell).

“Die Reise ins Leben” geht auf das Wunder des Lebens ein, auf diese bedeutungsvolle Zeit für Mutter und Kind. Von der ersten Seite an geht es darum, die Schwangerschaft so bewusst wie möglich zu erleben. Sie zu einer schönen und sehr wichtigen Erfahrung werden zu lassen. Das Buch integriert auch immer wieder modernes medizinisches Wissen und Untersuchungen. Der Fokus liegt darauf, dem Kind diesen sehr prägenden Anfang der Reise möglichst angenehm und hilfreich zu gestalten und der Mutter Kraftreserven und Möglichkeiten zu zeigen - auch sind typische Themen der Mutter in der Schwangerschaft immer wieder Thema.

Das Buch vermittelt beim Lesen einen liebevollen und ruhigen Eindruck - ist auch sehr schön gesetzt und bebildert, auch mit Gebeten und Gedichten versehen. Es geht sehr viel darum, wie viel das Kind in den ersten Monaten tatsächlich mitbekommt, wie wir aktiv an diesem Wunder teilhaben können und es unterstützen können. Das Buch beinhaltet viele Achtsamkeitsübungen, Visualisierungen, Vorschläge, über etwas nachzuspüren und es dann zu malen und aufzuschreiben, sowie weitere praktische Tipps.

Besonders fasziniert war ich von dem Kapitel “Liebende Partner”, in denen Konfliktmechanismen und Kommunikationsmechanismen einfach vorgestellt werden. Ein Thema, dass ich noch nie in einem solchen Buch gesehen habe und eine extrem gute Idee finde.

Die AutorInnenen mögen Ayurveda - so dass viele ayurvedische Hinweise zum Wohlbefinden und zur Gesundheit im Buch zu finden sind, gerade auch bei der Ernährung - aber nicht nur dort. Außerdem wird der Nutzen von Yoga vorgestellt, mit einigen Körperübungen und auch einige Meditationen.

Ich kann gar nicht passend in Worte kleiden, wie hilfreich, wichtig und toll ich das Buch finde.

Hier das Inhaltsverzeichnis:

1: Ein Kind entsteht
2: Die Beziehung im Mutterleib
3: Essen für zwei
4: So bleiben Sie im Gleichgewicht
5: Wie Sie mit Veränderungen umgehen
6: Liebende Partner
7: Das Wunder der Geburt
8: Was Mutter und Kind nährt
9: Das EInmaleins der Vaterschaft
Schlussgedanke
Mit jedem Kind heilen wir die Welt ein bisschen mehr

Nächste Seite »

Gültiges XHTML | CSS | Powered by WordPress