Schwangerschaft spirituell, heilig und ganz

Positive Geburtserlebnisse erzählen

Abgelegt unter: Geburt — jana @ 10:16 am

Es ist ein Unding, dass gerade Schwangeren gerne die persönlichen Horror-Geburtsgeschichten erzählt werden. Ich möchte nicht die Erlebnisse der anderen Frauen herabsetzen, aber als Schwangere möchte ich meine Stärke finden und ich positiv auf die kommende Geburt einstellen. Horrorgeschichten gehören dort nicht hinzu.

Gerade in unserer Gesellschaft weiß frau wenig bis gar nichts aus erster Hand über Schwangerschaft und Geburt beim ersten Kind. Wir haben keine Großfamilienerfahrungen mehr, wo wir die anderen Frauen in Schwangerschaft und Geburt begleiten.

Wir sind es vielmehr gewöhnt, dass uns jegliche Schmerzen abgenommen werden, diese sofort wegbehandelt werden. Ich denke, gerade deshalb ist heute die Angst vor der Geburt und den damit einhergehenden Schmerzen recht groß. Ich denke, sie ist größer als zu Zeiten, wo gebären noch lebensgefährlich sein konnte.

Ich möchte also als Schwangere mich positiv auf die Geburt einstimmen und meine Ängste überwinden.

Auch wenn heute das Gegenteil verbreitet ist, so gibt es sie, die tollen Geburten. Prinzipiell könnte frau - auch wenn das nur wenigen vergönnt ist - bei der Geburt sogar einen Orgasmus erleben.
Ich habe selber noch kein Geburtserlebnis, würde hier jetzt gerne anfangen, positive Geburtserlebnisse zu sammeln. Als erstes folgt gleich ein Zitat aus einem Buch - das ist alles, was ich derzeit beisteuern kann.
Ich bitte um Kommentare, Zusendungen: Wer von Euch hat ein positives Geburtserlebnis zu teilen, bitte gebt es weiter, Schwestern, ermutigt die anderen werdenen Mütter, zeigt ihnen, dass es auch anders geht.

Ihr könnt hier kommentieren, wenn ihr Euch registriert, oder ihr schickt mir eine Email mit dem Text (jana at rotermond.de) oder ihr regtriert Euch und bittet mich, Co-Autorin zu werden.

jana

SZ-Artikel

Abgelegt unter: Literatur und Links — jana @ 9:49 am

Hier ein kleiner Linktipp zu einem Artikel der Süddeutschen Zeitung. Es ist jetzt nicht der wahnsinnsgute Artikel, aber ich fand ihn interssant zu lesen.

Die typische Herangehensart der SZ-AutorInnen zum Thema Feminismus find ich zwar doof, aber es gibt weitaus schlimmeres dazu.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/367/50317/print.html

Es geht um die Errungenschaften des Feminismus, Abtreibung und ungewollte Schwangerschaften und gesellschaftliche Trends.

Mein wichtigster Ratschlag

Abgelegt unter: sonstiges, Praktisches — Birkentochter @ 12:10 am

Hallo!

Danke, Jana, für dieses tolle Projekt! Genau so etwas hätte ich mir in meiner Schwangerschaft auch gewünscht und ich freue mich, dass ich hier mitmachen darf :)

Mir liegt gleich ein Thema am Herzen, das ich gerne loswerden möchte:

Die Erfahrungen in meiner Schwangerschaft haben mir gezeigt, was meiner Ansicht nach wahnsinnig wichtig ist, um die Schwangerschaft und Geburt so angenehm, natürlich und ganzheitlich wie möglich zu erleben: eine gute Hebamme.

Als meine Ärztin mich kurz vorm Entbindungstermin mit einer (im Nachhinein falschen) Größenschätzung und dem Hinweis auf die Gefahren einer Streptokokkeninfektion fast wahnsinnig gemacht hat, hat meine Hebamme mich sofort wieder auf den Boden geholt, mir alles ganz genau erklärt und mich wieder beruhigt.
Als ich verunsichert war, was Atemtechniken etc. angeht, meinte meine Hebamme nur: “Ich weiß, du hast ein gutes Körpergefühl, höre einfach auf dich und dein Kind!”
Als meine Ärztin mir Eisenpräparate verschreiben wollte, schlug mir meine Hebamme “Kräuterblut” vor (eine Mischung aus verschiedenen eisenhaltigen Säften etc.), das meinen Eisenwert wieder weitgehend normalisiert hat.
Als ich am Ende der Schwangerschaft mehrmals zu Untersuchungen ins Krankenhaus musste, war meine Hebamme immer dabei, vermittelte und erklärte mir das “Fachchinesisch” der Ärzte.
Meine Hebamme war für mich da bei sämtlichen Vorsorgen, bei der Geburt, im Wochenbett und für alle Fragen danach. Sie war rund um die Uhr zu erreichen und kam auch bei - im Nachhinein gesehen - eher lächerlichen Fragen jederzeit vorbei, um mich zu beruhigen und mir zu helfen.

Was viele Frauen nicht wissen:
Bis auf die Ultraschalluntersuchungen können sämtliche Vorsorgen in der Schwangerschaft auch von Hebammen übernommen werden. Das zahlt die Krankenkasse genauso problemlos. Die Atmosphäre in einer Hebammenpraxis ist allerdings wesentlich entspannter als in einer Arztpraxis, man wartet nicht so lange und man hat nicht so das Gefühl, krank zu sein, wie es sich bei Ärzten oft einstellt.
Hebammen empfehlen meistens erst mal natürliche Mittel, viele kennen sich mit Akupunktur, Homöopathie oder ähnlichen Methoden aus. Natürlich kann man hier auch kombinieren, und die Vorsorgen mal beim Arzt, mal bei der Hebamme machen.

Übrigens ist es inzwischen auch in den meisten Krankenhäusern möglich, eine “eigene” Hebamme mitzubringen, die die Geburt begleitet, so dass man eine vertraute Person mit dabei hat, die man schon kennt und mit der auch vorher genau abgesprochen werden kann, wie man sich die Geburt wünscht.

Daher mein Ratschlag an alle schwangeren Frauen: Sucht euch die beste Hebamme, die ihr bekommen könnt!

Liebe Grüße,
Birkentochter

Initiationsweg Schwangerschaft (1)

Abgelegt unter: Schwangerschaft spirituell — jana @ 10:19 pm

Meine überraschende Schwangerschaft hat vieles geändert, vor allem in mir.

Schwangerschaft ist für mich ein Initiationsweg.
Mir war vorher klar, dass es ein großes Mysterium ist, eine unbeschreiblich vielfältige Erfahrung, auch an Initiationsweg hatte ich schon mal gedacht.
Trotzdem fühlt es sich ganz anders an als ich jemals gedacht hätte.

Es ist für mich eine spirituelle Reise, die aber maßgeblich vom Körper mitbestimmt wird. Viele alte bekannte Themen und Muster tauchen wieder auf - aber ich habe nun starke Verbündete, um damit klar zukommen: allen voran mein Körper. Anfangs fühlte ich mich ferngesteuert, weil mir meine eigenen Wahrnehmungen, Emotionen und Handlungen fremd waren. Heute im 5. Monat fühle ich mich unterstützt durch meinen Körper auf allen Ebenen.

Am Tag, bevor ich erfuhr, dass ich schwanger bin, machte ich ein kleines Vollmondritual und nahm unter Tränen meine volle Weiblichkeit an mit allem, was es bedeutet. Am nächsten Tag wurde mir erst klar, _was_ es bedeutet. Trotz des riesigen Schocks wollte ich aber von Beginn an diese einmalige Erfahrung ganz zulassen, mich darauf einlassen.

Die Schwangerschaft dreht sich bei mir vor allem um das Thema Geborgenheit, nähren, sorgen und natürlich Weiblichkeit und Mutterschaft - sowie weitere Themen, die damit zusammen hängen. Allesamt keine einfachen Themen für mich :)

Aber während ich sonst manchmal das Gefühl habe, klein und allein - Willensgesteuert - gegen alte große Verhaltensmuster zu kämpfen, mit denen ich mich selber behindere, habe ich in der Schwangerschaft das Gefühl, dass die Problem-Muster zwar drastisch an Deutlichkeit und Dringlichkeit zugenommen haben, aber dass ich besser mit allen meinen Ebenen zusammenarbeiten kann und mit ein wenig (oder auch mal mehr) Hilfe im Außen viel besser, mächtiger dadruch navigieren kann als sonst. So ist das also, wenn frau manchmal ganz ist und mit allen Ebenen an etwas arbeitet - manchmal geht es wie von selbst - manchmal schwer- aber ich fühle mich nicht mehr als überforderte Einzelkämpferin gegen mich selber sondern geführt und behütet.

Gerade aber das geführt und behütet fühlen hat lange gebraucht, bis ich es fühlen konnte. Denn mich selber nähren und vertrauen darauf, geführt und behütet zu sein, gleichzeitig aber auch stark - all dies ist neu für mich in dieser Weise.
Aber auf der äußeren Ebene war das Nähren und behüten vom ersten Tag an (von dem ich von meiner Schwangerschaft erfuhr - Ende des 2. Monats) ein wichtiges Thema. Meine körperlichen und seelischen Bedürfnisse wurden mir so klar wie nie zu vor und ich konnte - ja musste sie so wichtig nehmen wie nie zuvor. Von Beginn an war da ein klares scharfes Gefühl dafür, was richtig und gesund für mich ist und was mir schadet - ein Gefühl, dass ich vor allem nicht ignorieren konnte, weil es sonst zu körperlichem Unwohlsein, Schmerzen und anderen Symptomen und Heulkrämpfen führte, egal ob es sich um die Arbeitssituation, das Essen, Rauch und Abgase, Beziehungsthemen oder Diskussionsverhalten handelt.

Auch jetzt merke ich sehr schnell, wenn ich mich mir selbst gegenüber falsch verhalte, mindestens ein “unmotivierter” oder zumindest überraschender Heulkrampf ist sicher.

Es ist aber nicht so, dass mir alles einfach leichter von der Hand geht und ich Schwangerschaft als Weg zum an sich selber arbeiten empfehlen will - das dürfte wohl die falsche Motivation sein :) Es ist vor allem auch so, dass die Probleme, die Dinge, die vorher schon nicht in Ordnung waren - aber einfach ignoriert werden konnten - viel dringender werden nicht mehr länger ignorierbar - das ist alles andere als immer ein schönes Gefühl. Aber wenn wieder ein Schritt gelungen ist, dann fühlt es sich sehr befreiend und ermächtigend an.

Die neun Monate sind bitter nötig für mich. Ich kämpfe regelrecht um genügend Freiraum und Freizeit, die ich benötige, um seelisch bei mir selber zu bleiben - um nachzukommen und die Gelegenheit nutzen zu können. Neun Monate sind aber auch verdammt wenig Zeit, um ein paar grundlegende Lebensthemen zu bearbeiten - aber wohl genügend Zeit, um alle wichtigen Schritte unternehmen zu können. Ich bin auf jeden Fall froh, die meisten der aktuellen Themen schonmal betrachtet zu haben, auch schon angefangen zu haben, sie zu bearbeiten in den letzten Jahren, so dass ich jetzt ja vielleicht doch das eine oder andere zum Abschluss bringen kann und langfristig gewandelt aus der Schangerschaft hervorgehe.

Außerdem ist die Schwangerschaft meines Erachtens der letzte Punkt, um zu lernen, sich selber zu nähren. Diese Lektion ist die Basis für meine kommende Mutterschaft. Nicht so sehr, um das Kind zu nähren. Ich habe das Gefühl, dass dies das kleinere Problem ist - sondern vielmehr, um mich selbst in der anspruchsvollen Zeit Zeit der Mutterschaft selber zu nähren und für mich zu sorgen, denn das ist die Grundlage von gesunder Mutterschaft.

Zentriertheit

Abgelegt unter: Kunst — jana @ 9:45 pm

Dies sind die schönsten Bilder bzw Statuen von Schwangeren, die ich bisher kenne. Sie vermitteln mir eine unglaubliche Zentriertheit, Ruhe, Stärke, Versunkenheit, Einssein.

herrpreg.jpg

Es handelt sich ume eine Skulptur, die gekauft werden kann: http://www.attachmentscatalog.com/gifts/sculpt.html 

herr2women2.jpg

Eine Frau hält die erwachsene schwangere Frau, gibt ihr Schutz, Geborgenheit, ihr, die selber Geborgenheit gibt.

http://www.attachmentscatalog.com/gifts/doula.html

herrbfing.jpg

http://www.attachmentscatalog.com/gifts/sculpt2.html

Die Texte des amerikanischen Versandes zu den Statuen sind übrigens inspirierend und lesenwert.

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