Schwangerschaft spirituell, heilig und ganz

In der zweiten Schwangerschaft wird alles anders!

Abgelegt unter: Persönliches — Caitlin @ 7:34 am

Meine Frauenärztin die mich in der ersten Schwangerschaft betreut hatte, war einer sehr vorsichtige hyper vorsichtige Ärztin. Für sie war ich eine Risiko Schwangere da ich ja über 35 Jahre alt war. Lange konnte ich mich dagegen wehren und alles gelassen abwimmeln. Doch je näher der Entbindungstermin rückte, desto unsicherer wurde ich. Ich konnte die Signale meines eigenen Körpers nicht richtig deuten. Ich zweifelte an mich selbst. So ließ ich es zu dieses ganze hin und her rein ins Krankenhaus raus aus den Krankenhaus, nur weil 4 Wochen vor Entbindungstermin mein Blutdruck auf einmal meinte 140/90 anzusteigen. Er war vorher immer deutlich zu niedrig. Dann bekam ich auch noch Wassereinlagerungen in den Beinen, was in nachhinein erklärbar ist durch den vermehrten Druck, und es war genau an den Tagen wieder mächtig heiß geworden. Da hätte ich auch ohne Schwangerschaft dicke Beine bekommen. Aber gut meine Frauenärztin macht mich verrückt von wegen Verdacht auf Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) und somit ging ich für drei Tage ins Krankenhaus. Am dritten Tag entliess ich mich selbst, da ich nicht einsah weiterhin dort dum rum zu liegen wenn eigentlich alles okay ist.Gut wieder zu Hause. Dann kam der errechnete Entbindungstermin. Genau an diesen Tage hatte ich einen Termin bei meiner Frauenärztin. Sie macht micht kirre, meinte das sie so genau den Entbindungstermin ausgerechnet hätte das es viel zu gefährlich wäre auch nur einige Tage über diesen zu gehen. Ja sie war so “nett” und erzählte mir diese netten Horrogeschichten was mit einen Kind so alles passieren kann im Mutterleib. Tolle Ärztin nicht war. Ja und ich ließ es zu. Ließ es zu und bekam Panik. Also wieder rein ins Krankenhaus. Die Hebammen im Kreißsall waren so lieb und hatten das Regement dort in der Hand. Nicht die Stationärzte. Nei sie waren es. Sie gaben mir ein Stück meines Körpervertrauens wieder. Beruhigten mich und entliessen mich am nächsten Tag mit der Einladung jeden zweiten Tag lieber zu ihnen zu kommen, wegen der CTG Kontrolle und nicht mehr zur Frauenärztin zu gehen.

Das tat ich auch.

Loreley Faye kam am 30.09.05 15 Tage nach errechneten Entbindungstermin auf diese Welt, gesund und munter. Okay man mußte ein bißchen sie anstüpsen mit Gel, doch auch dann ist eine Geburt nur möglich wenn das Kind auch begoren werden will.

Ich weiß das mit einer Hebamme in der Schwangerschaftsvorsorge mir vieles erspart geblieben waren, viele Ängste und Sorgen und meine Nachsorgehebamme hätte diesen Job bestimmt gerne gemacht. Doch ich war damals so damit beschäftigt diese Schwangerschaft überhaupt anzunehmen. War damit beschäftigt meine Leben neu zu sortieren. Da blieb kein Platz und Raum dafür. Leider.

Nun bin ich erneut schwanger genauso überraschend und ungeplant wie bei der ersten Schwangerschaft. Doch diesmal habe ich schneller wieder Bodenkontakt bekommen. Konnte diese Schwangerschaft viel schneller annehmen. Und obwohl ich mittlerweile eine recht nette und sehr umgängliche Frauenärztin habe, lasse ich meine Schwangerschaftvorsorgeuntersuchungen bei meinen Hebammen Team machen im Geburtshaus. Da meine Frauenärztin mich nicht als Risokoschwangere eingestuft hat konnte ich diesmal diesen Weg wählen. Und da kam es gerade richtig das in der nächst grösseren Stadt, unser Bezirksstädtchen vor gut einem Jahr ein Geburtshaus aufgemacht hat.

Somit lasse ich die Ultraschalluntersuchungen bei meiner Frauenärztin machen, der Rest wird im Geburtshaus gemacht.

Und es fühlt sich gut und stimmig an.

“Hallo Mama!!!”

Abgelegt unter: Persönliches — inoli @ 2:37 pm

Mir fällt es manchmal etwas schwer, das Baby im Bauch nicht einfach zu vergessen. Auch meine zweite Schwangerschaft verläuft bisher völlig problemlos. Rückenschmerzen oder Unwohlsein gibt es ja ab und an ohne Baby im Bauch ebenso. Inzwischen macht sich das Kleine zwar schon selbst bemerkbar, indem es heftig im Bauch hin- und herkullert, dennoch kann auch das im Alltagsstress untergehen. Doch vor ein paar Wochen war ich im Spielzeugladen, um für meine Nichte ein Geburtstagsgeschenk zu beorgen. Und da flog mir eine kleine Elfe regelrecht in die Arme. Normalerweise würde ich solch eine Figur ziemlich kitschig finden. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie zu dem Baby im Bauch gehört. Und nun steht sie auf meinem Altar. Ich sehe sie jeden Tag und nehme mir nun auch jeden Tag etwas Zeit, um über die Elfe oder meine Hände liebevoll zu dem kleinen Wesen in meinem Bauch zu sprechen.

elfe

veränderte träume

Abgelegt unter: Mutterschaft, Persönliches, Schwangerschaft spirituell — inoli @ 6:25 am

vor meiner ersten schwangerschaft hatte ich immer wieder mal träume, in denen ich mich als mutter oder gar als großmutter sah. es waren diese art „prophetischer“ träume, die einem die sicherheit geben, dass man den richtigen weg eingeschlagen hat, um glücklich zu werden. meine träume von der mutter- bzw. großmutter-rolle waren sehr detailliert. eine ähnliche art von träumen hatte ich auch schon vom studium, einer beziehung oder einem job.

während der gesamten schwangerschaft gab es jedoch nicht einen einzigen traum, der mich mit meinem kind zeigte. dafür hatte ich genügend träume, die mir die geburt meines kindes als eine feststehende tatsache zeigten, mein leben dabei aber zu ende war. danach kam für mich selbst einfach nichts mehr.

natürlich empfand ich das als erschreckend. ich machte mir gedanken um meinen realen tod bei der geburt. schließlich ist so etwas immer ein risiko. und täglich sterben heute noch 1.600 frauen während schwangerschaft und geburt (wobei 98 % der todesfälle in entwicklungsländern zu verzeichnen sind). dieses thema gehört zur schwangerschaft dazu. denn nun hat man nicht nur verantwortung für sich, sondern für ein neues leben, das man jederzeit gut behütet wissen möchte, auch wenn man selbst vielleicht nicht mehr dazu in der lage ist.

nachdem ich dieses thema für mich abgearbeitet hatte, dachte ich erneut über die träume nach. letztendlich zeigten sie mir symbolisch, was unwiderruflich wirklich eintreten würde: mein bisheriges leben stirbt. und ich beginne etwas, von dem ich einfach keine konkreten vorstellungen haben kann. man kann noch so viel lesen und von anderen in erfahrung bringen, man wird erst fühlen können, wie es ist, das eigene kind im arm zu haben, wenn man es im arm hat. ich wünsche, es wäre bei jeder frau so unbeschreiblich überwältigend schön, wie es bei mir der fall war.

übrigens: seit unser sohn auf der welt ist, träumen sowohl mein partner als auch ich sehr häufig von ihm.

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