Schwangerschaft spirituell, heilig und ganz

Kongress

Abgelegt unter: sonstiges, Geburt, Geburtsvorbereitung — jana @ 10:09 pm

Dieser Kongress ist nicht (nur) für Fachfrauen, sondern für alle, die es betrifft und interessiert.

Lest hier den Flyer:

http://www.rotermond.de/jana/12.GrazerKongress.pdf

Ein Frauenraum, um Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Aktiv ein Wunder gestalten

Abgelegt unter: sonstiges, Geburtsvorbereitung — Flammenfrau @ 2:02 pm

Ich war schon bei einigen Geburten im Kreißsaal dabei. Dabei habe ich mir nie Gedanken gemacht, ob diese Frauen es schaffen würden, ihre Kinder zu gebären, oder nicht. Ich habe stundenlang neben Frauen gesessen und ihnen gut zugeredet und habe versucht ihnen diese Überzeugung, dass sie gebären können, weiterzugeben. Für mich war es nie eine Frage, ob Frauen gebären können - auch nicht, ob es ein angenehmes Erlebnis sein könnte, denn davon war ich bis zu meiner eigenen Schwangerschaft immer überzeugt.

Ich bin jetzt in der 23. Woche. Bis vor einigen Wochen hielt meine Überzeugung und an meinem “Bergfest” lag ich in der Badewanne und hab auf einmal eine panische Angst bekommen, ich könnte es nicht schaffen. Ich fragte mich, wie es möglich sein kann, eine scheinbare so unmögliche Sache zu tun: sich so sehr zu öffnen, um ein Kind vaginal zu gebären. Ich hatte es ja schon oft gesehen, aber auf einmal schien mir der Gedanke so furchtbar abwegig, als könnte das niemals so passieren … Ich habe dann angefangen das Buch “Die selbstbestimmte Geburt” zu lesen (Ina May Gaskin) und mit jedem Erfahrungsbericht, den ich gelesen habe, fühlte ich mich irgendwie hilfloser. Das war alles so weit entrückt. Dass andere Frauen das können, das war mir klar - ich hab es ja mitangesehen und immer wieder gehört. Aber ich?! Irgendwie wurde der Gedanke daran immer realer und gleichzeitig abwegiger. Ich hab dann auf eine Seite umgeblättert und als ich das Bild auf dieser Seite sah, fiel mir das Buch fast ins Wasser vor Schreck: Eine Gebärende, dessen Kind gerade über den Damm tritt. Kein ungewohntes Bild für mich …

Ich war dann vor 3 Tagen in einem See schwimmen, allein. Ich hab mich umgesehen und beobachtete, wie die Sonne vom Wasser reflektiert wurde, die Vögel gezwitschert haben, die Wolken ihren Weg über den Himmel zogen und das Gras und Schilf sich im Wind hin und hergewogen hat. Ich hab an dieser Stelle meinen Bikini ausgezogen im Wasser und mir war auf einmal klar, wie perfekt das alles war: das Zusammenspiel von allem, die Ganzheit und dass ich nicht getrennt von all dem existiere, sondern ein Teil von dieser Perfektheit bin. Wie könnte sich die Natur in irgendetwas irren, geschweige denn einem wunderbaren Naturschauspiel wie einer Geburt. Ich hatte auf einmal das Gefühl, dass ich perfekt gemacht war all das und dass es garkein Problem sein wird, mein Kind zu gebären.

Als ich aus dem Wasser stieg, tropfte es an mir herunter und perlte an meiner Haut ab, aber das Gefühl blieb. Die Sicherheit und Gewissheit, dass die Geburt meines Sohnes etwas Wunderbares sein wird und es kein Zweifel besteht, dass ich dieses Wunder mit ihm zusammen aktiv vollbringen werde.

Ich brauchte dieses Naturerlebnis, um zu mir zurück zufinden und mich zu distanzieren von all den Ängsten der technisierten Welt, dem Drängen der Ärzte, Frauen könnten nicht mehr gebären und den lauten Horrorerlebnissen, die einem überall entgegenschallen.

Und es ist ein schöner Gedanke … Aktiv ein Wunder gestalten!

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