HauptmenüZwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel -- Johann Wolfgang von GoetheMondCURRENT MOON |
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Wir kamen in die traurige Situation ein Abschiedsritual für zwei Haustiere, die kurz hintereinander starben, zu benötigen.
Da wir keinen Garten haben und auch in einem Falle kein Leichnam vorhanden war, wollte ich kein Begräbnis. Ich mag Begräbnisse sowieso nicht gerne. Denn mit einem Grabstein wird mir das Erinnern versteinert (ich mag mich nicht an die Beerdigung erinnern sondern an das Leben) und ich wollte kein Erinnerungsritual sondern ein Abschiedsritual. Meine (zu dem Zeitpunkg 3 jährige) Tochter war nicht besonders neugierig, akzeptierte aber, dass das jetzt unwiderruflich auf dem Tagesprogramm stand. Sie hatte keine sehr starke Bindung an die Tiere - es waren hauptsächlich meine Tiere. Wir haben Bilder gemalt für die Tiere und daraus Schiffchen gefaltet. Sie wurden außen noch verziert. Am nahegelegenen öffentlichen Erholungssee ließen wir sie unter Singen und Räuchern mit Kerze fahren. Ich hatte vorher erklärt, dass sie untergehen bzw. verbrennen, weil meine Tochter sonst angenommen hätte, sie kämen zurück. Wir haben uns richtig verabschiedet nocheinmal und die Schiffchen fahren lassen. Es war wunderschön - es sah traumhaft aus - leider hatte ich keine Kamera dabei und war sehr ergreifend. Einen Tag später malte meine Tocher ein Bild, wie unser Ritual aussah: ![]() Die Schiffchen (eines brennt) mit einer Ente. Für mich und sie war das Ritual wichtig, es war ein Bestandteil in dem Prozess die neue Realtität zu akzeptieren und die Trauer zu erleben.
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