HauptmenüErziehung kann niemals neutral sein. Entweder sie ist ein Instrument zur Befreiung des Menschen, oder sie ist ein Instrument seiner Domestizierung, seiner Abrichtung für die Unterdrückung." -- Paolo FreireMondCURRENT MOON |
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Wir kamen in die traurige Situation ein Abschiedsritual für zwei Haustiere, die kurz hintereinander starben, zu benötigen.
Da wir keinen Garten haben und auch in einem Falle kein Leichnam vorhanden war, wollte ich kein Begräbnis. Ich mag Begräbnisse sowieso nicht gerne. Denn mit einem Grabstein wird mir das Erinnern versteinert (ich mag mich nicht an die Beerdigung erinnern sondern an das Leben) und ich wollte kein Erinnerungsritual sondern ein Abschiedsritual. Meine (zu dem Zeitpunkg 3 jährige) Tochter war nicht besonders neugierig, akzeptierte aber, dass das jetzt unwiderruflich auf dem Tagesprogramm stand. Sie hatte keine sehr starke Bindung an die Tiere - es waren hauptsächlich meine Tiere. Wir haben Bilder gemalt für die Tiere und daraus Schiffchen gefaltet. Sie wurden außen noch verziert. Am nahegelegenen öffentlichen Erholungssee ließen wir sie unter Singen und Räuchern mit Kerze fahren. Ich hatte vorher erklärt, dass sie untergehen bzw. verbrennen, weil meine Tochter sonst angenommen hätte, sie kämen zurück. Wir haben uns richtig verabschiedet nocheinmal und die Schiffchen fahren lassen. Es war wunderschön - es sah traumhaft aus - leider hatte ich keine Kamera dabei und war sehr ergreifend. Einen Tag später malte meine Tocher ein Bild, wie unser Ritual aussah: ![]() Die Schiffchen (eines brennt) mit einer Ente. Für mich und sie war das Ritual wichtig, es war ein Bestandteil in dem Prozess die neue Realtität zu akzeptieren und die Trauer zu erleben. 10.01.2010, 18:52 Uhr
Ich finde, wir sind als heidnische Eltern klar im Vorteil: Wir leben unseren Glauben mit spannenden alle-Sinnen ansprechenden Ritualen. Genau das ist es, was Kinder wollen und brauchen. Das heißt, wir müssen uns nicht verbiegen oder groß dazulernen, wir wandeln eventuell einiges nur ein bisschen ab.
Natürlich fehlt uns meistens die Einbindung in die Gemeinschaft und oft genug die Ressourcen wie zum Beispiel passende Geschichten. Aber zumindest an Ritualen und Ideen mangelt es uns nicht. 10.01.2010, 18:45 Uhr
Der Knackpunkt bei Pagan Parenting ist für mich, aktiv meine Spiritualität und Weg zu leben und eben auch in die Famlienaktivitäten miteinzubinden. Wenn ich eben die Jahreskreisfeste feiere, tue ich dies nicht heimlich sondern eben unter Einbeziehung auch des Kindes. Wobei ich immer abends dann nochmal etwas für mich alleine mache.
Mein persönlicher naturreligöser Weg beinhaltet es zum Beispiel, dass ich einmal den Wochen meinen Ahnen ein Opfer in Form von etwas Essen gebe. Dies ist einfach Teil meines Alltags und somit auch des Alltags meiner Tochter. Ziel von Pagan Parenting ist es, meine Weltanschauung zu leben und zelebrieren und dadurch aktiv weiterzugeben. Aber niemals absolut und niemals unter der Prämisse, dass dies später der Lebensweg des Kindes werden soll. Bei uns ganz praktisch kommen wir auch viel in Kontakt mit gelebtem christlichem Glauben und Brauchtum, da wir auch an vielen kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen. 20.10.2008, 20:15 Uhr
Wir danken den Geistern des Landes, die uns dieses Essen gaben. Wir danken den Frauen und Männern Die es wachsen ließen und es zubereitet haben. Wir danken der Göttin und dem Gott (der Herrin und dem Herrn) Wir segnen dieses Essen in ihrem Namen. 12.12.2007, 22:34 Uhr weiterlesen... 'Noch mehr heidnische Tischgebete' (210 Worte)
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