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Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel

-- Johann Wolfgang von Goethe

Mond

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RingelReihe

RingelReihe ist ein Webprojekt für Eltern. Hier finden sich Links, Texte, Materialien und Buchvorstellungen für moderne Eltern von Kleinkindern und Kindergartenkindern. Besondere Themen sind das Erziehungsmodell der Eheleute Kloeter, lernen ohne Schule (unschooling) und pagan parenting. Näheres hier

Themen

Singen und Spielen
Wir bekamen ein schönes und spannendes Spiel vererbt. Es heißt "Hasch mich" und wird und wurde von HABA vertrieben. Es gibt es dort für knapp 9 oder 13 Euro zu kaufen. Das Spiel macht Spaß und ist eine gelungene Abwechselung zu anderen Brettspielen. Aber genausogut kann mensch es selber machen.

haschmich.jpg


Unsere Lieblingsspielvariante von Hasch-mich ist, dass wir mit einem Farbwürfel würfeln. Ein erwachsener Spieler (oder ein älteres Kind) ist die Katze. Die Katze würfelt mit dem Würfelbecher. Alle anderen Mitspieler haben eine farbige Maus (eine Holzperle an einer Schnur), die in der Mitte zusammen liegen. Das Schnurende halten sie in der Hand. Die Katze versucht nun die Maus zu fangen, die die Würfelfarbe hat und die Maus versucht auszureißen. Es ist spannend und turbulent.

Zum Selbermachen braucht Mensch nur Holzperlen in den Farben eines Farbwürfels, die mit einer Schnur verknotet werden, sowie einen Farbwürfel und einen Würfelbecher.

Viel Spaß!



23.01.2010, 18:09 Uhr  

Kinder heidnischer Eltern
Wir kamen in die traurige Situation ein Abschiedsritual für zwei Haustiere, die kurz hintereinander starben, zu benötigen.

Da wir keinen Garten haben und auch in einem Falle kein Leichnam vorhanden war, wollte ich kein Begräbnis. Ich mag Begräbnisse sowieso nicht gerne. Denn mit einem Grabstein wird mir das Erinnern versteinert (ich mag mich nicht an die Beerdigung erinnern sondern an das Leben) und ich wollte kein Erinnerungsritual sondern ein Abschiedsritual.

Meine (zu dem Zeitpunkg 3 jährige) Tochter war nicht besonders neugierig, akzeptierte aber, dass das jetzt unwiderruflich auf dem Tagesprogramm stand. Sie hatte keine sehr starke Bindung an die Tiere - es waren hauptsächlich meine Tiere.

Wir haben Bilder gemalt für die Tiere und daraus Schiffchen gefaltet. Sie wurden außen noch verziert. Am nahegelegenen öffentlichen Erholungssee ließen wir sie unter Singen und Räuchern mit Kerze fahren. Ich hatte vorher erklärt, dass sie untergehen bzw. verbrennen, weil meine Tochter sonst angenommen hätte, sie kämen zurück. Wir haben uns richtig verabschiedet nocheinmal und die Schiffchen fahren lassen. Es war wunderschön - es sah traumhaft aus - leider hatte ich keine Kamera dabei und war sehr ergreifend.

Einen Tag später malte meine Tocher ein Bild, wie unser Ritual aussah:
katzenabschied.jpg

Die Schiffchen (eines brennt) mit einer Ente.


Für mich und sie war das Ritual wichtig, es war ein Bestandteil in dem Prozess die neue Realtität zu akzeptieren und die Trauer zu erleben.




10.01.2010, 18:52 Uhr  

Kinder heidnischer Eltern
Ich finde, wir sind als heidnische Eltern klar im Vorteil: Wir leben unseren Glauben mit spannenden alle-Sinnen ansprechenden Ritualen. Genau das ist es, was Kinder wollen und brauchen. Das heißt, wir müssen uns nicht verbiegen oder groß dazulernen, wir wandeln eventuell einiges nur ein bisschen ab.

Natürlich fehlt uns meistens die Einbindung in die Gemeinschaft und oft genug die Ressourcen wie zum Beispiel passende Geschichten.
Aber zumindest an Ritualen und Ideen mangelt es uns nicht.




10.01.2010, 18:45 Uhr  

Theoretisches
Eine fundierte und vernichtende Kritik des Bestsellers "Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden" veröffentlicht von der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie:


Hier der Originalanreißer:
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Von Andreas Renger, Gudrun Schuster: Im Rückwärtsgang in die schwarze Pädagogik

Der Psychotherapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Andreas Renger und die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gudrun Schuster setzen sich mit dem zunehmend populärer werdenden Erziehungsratgeber von Michael Winterhoff kritisch – und aus personzentrierter Sicht – auseinander. Titel des Erziehungsbuches: "Warum unsere Kinder zu Tyrannen werden. Oder: Die Abschaffung der Kindheit", Gütersloher Verlagshaus.

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Der vollständige und lesenswerte ARtikel kann heruntergeladen werden:
http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?fileid=375



11.10.2009, 17:40 Uhr  

"Zwei Drittel von dem, was wir wissen und können, haben wir nicht in der Schule gelernt. Darüber, wie dies geschieht, wird erstaunlich wenig diskutiert.

«Die Kinder, die noch alles wissen wollen, was in ihrer Umwelt vorgeht, und die die Erwachsenen ständig mit ihren Warum-Fragen nerven, verlieren diese Neugierde meist nach den ersten Schuljahren. Und sie verlassen die Schule oft überfüttert mit Antworten, nach denen sie nie gefragt haben und die sie auch in ihrem Leben nie interessieren und brauchen werden.» Diese Bemerkung stammt nicht von einem fundamentalen Schulkritiker, sondern vom erfahrenen Erziehungswissenschaftler Günther Dohmen."
Artikel im Tagesanzeiger:
http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Das-meiste-lernen-wir-nicht-in-der-Schule/story/23606476



14.08.2009, 17:29 Uhr  

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