Ich hab ja kein Fernsehen und hab keinen Eindruck über die laufenden Sondersendungen aber das fand ich ja beeindruckend:
Bei Yahoo.com kann man tatsächlich mit einer Livecam auf den Petersplatz schauen, abwechselnd der Blick auf die Massen und auf die Fenster von den Papsträumen (inklusive dem Gebrabbel der umstehenden Leute).
Ich habe mich heute am frühen Abend gefragt, wie es wohl ist, wenn Millionen von Mensch für einen beten. Dann fiel mir ein, dass das durchaus unangenehm sein könnte: Denn die Mehrheit betet wohl für Genesung. Wer weiß, ob die gläubigen KatholikInnen damit nicht einfach dem Papst das Sterben erschweren? Nun ja vielleicht ja auch nicht...
Na sowas. Ich wollte ein Screenshot von dem Livebild machen, das ist doch tatsächlich eine Technik, von der sich kein Screenshot machen läßt *dummschau*
Fortsetzung, 2.4.:
Heute morgen las ich einen Kommentar eines Bischofs (Text unten), den ich eigentlich ganz sinnvoll fand.
Ich finde das glaube ich auch gut, dass so viel mitzubekommen ist von dem Sterben. Und religiös gesehen gibt sowas ja auch Mut, zu sehen, wie mensch auch unter schwierigen körperlichen Umständen ruhig und vertrauensvoll sterben kann.
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Samstag 2. April 2005, 09:34 Uhr
Weihbischof nennt Medienberichte über Papst angemessen
Berlin (AP) Der Augsburger Weihbischof Anton Losinger hat die Medienberichterstattung über das Sterben von Papst Johannes Paul II als angemessen bezeichnet. Es sei gut zu sehen, dass der Mensch trotz der medizinischen Möglichkeiten leiden müsse, sagte Losinger am Samstag im Deutschlandradio. Dies müsse und dürfe wahrgenommen werden. Johannes Paul II mache auf sehr glaubhafte Weise deutlich, dass Sterben tatsächlich zum Leben gehöre.
«Dieser war sicherlich ein Papst, der erkannt hat, welche Chance die Medien für die Kirche sind», sagte der Weihbischof. Er habe es durchaus verstanden, die Medien auch für seine Botschaft zu nutzen. Johannes Paul II habe erkannt, dass eine globalisierte Welt nur über die Medien universell zu erreichen sei. Dies sei eine seiner Lebensleistungen.
Die Anteilnahme der jungen Menschen auf dem Petersplatz in Rom zeige eine Solidarität mit dem leidenden Menschen. Dies zeuge von einer inneren Zuneigung und Liebe zu Johannes Paul II. Wenn eine solche Liebe zu den älteren Menschen in Alters- und Pflegeheimen in der Schlussphase des Lebens da wäre, «Das würde eine ganz neue Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft erzeugen», sagte Losinger.