Re: ARtikel und Überlegungen wg Argumenten gegen die Natürlicheit der Mens
• Blutmond •
Geschrieben von Susanne am 14. Juli 2008 14:45:53:
Als Antwort auf: ARtikel und Überlegungen wg Argumenten gegen die Natürlicheit der Mens geschrieben von jana am 07. Juli 2008 22:58:19:
Hallo Jana,
>Weil die Regel nur dazu dient, sicherzustellen, dass die Gebärmutterschleimhaut wieder bereit ist für eine Einnistung."
Diese Aussage ist ungefähr so wahr wie die, dass Sex nur der Fortpflanzung dient oder dass Essen nur der Aufnahme von ausreichend Kalorien dient.
Es erinnert mich an die Geschichte vom kleinen Prinz, in der ein Mann Pillen erfindet, mithilfe derer man eine ganze Woche nicht trinken muss und ganz viel Zeit einspart. Antwort des kleinen Prinzen: Wenn ich soviel Zeit hätte, würde ich gemütlich zum Brunnen gehen und frisches Wasser trinken.
Der Typ hat allerdings recht mit der Aussage, dass der 28-Tage-Pillen-Zyklus nur eine Nachäffung des echten Zyklus ist, und wenn Frau sich entscheidet, die Pille zu nehmen, ist es nur folgerichtig, selbst zu entscheiden, in welchem Rhythmus frau eine Blutung haben möchte. Der Zyklus an sich ist schon mit der Einführung der Pille abgeschafft worden, es hat nur keine gemerkt.Die Behauptung mit den 15 Schwangerschaften ist glaube ich wirklich absurd. Wahrscheinlich sind bei Naturvölkern so etwa 5-6 Schwangerschaften "normal", dazwischen lange Stillzeiten, auch Perioden der Nahrungsmittelknappheit, in denen die Regelblutung ausbleibt. Empfängnisverhütung mit Kräutern o.ä. halte ich für unwahrscheinlich, ich glaube nicht, dass es eine Art Urzeitpille gegeben hat. Allenfalls Mittel, die die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis senken oder Mittel, die eine Fehlgeburt induzieren, also Abtreibungsmittel.
Geschlechtverkehr, wenn eine Mutter noch stillte war oft mit einem Tabu belegt, also war Enthaltsamkeit die Verhütungsmethode.
Der Zustand, wie wir ihn heute kennen, jederzeit Sex haben zu können mit einer fast 100%tigen Sicherheit, nicht schwanger zu werden, das gab es wohl wirklich noch nie.
Und damit haben wir die Wahlfreiheit und auch die Verantwortung, selbst zu entscheiden, wie wir damit umgehen. Und wir müssen eben den Preis zahlen, für welchen auch immer wir uns entscheiden.
LG
Susanne
• Blutmond •