Die Menstruation ist ein Zyklus, also
etwas, was immer wiederkehrt, und ist deshalb eine Verbindung zu allen
möglichen Zyklen, dem Jahreslauf, dem Lebenszyklus, dem Zyklus von
Generationen, und am stärksten für den Zyklus des Mondes, der fast gleich
lang ist wie der Zyklus des Blutes. In der Magie suchen wir nach ähnlichem
(Analogien) um Ähnliches zu bewirken. Aber auch ohne etwas bewirken zu
wollen, ist durch die Menstruation eine Verbindung zwischen deinem Körper
und dem Universum in seiner zyklischen Gestalt gesponnen, und diesen Faden
zu bemerken und zu nutzen gibt einer Frau bestimmte Möglichkeiten.
Dabei sehe ich Magie nicht als Mittel an, um die Stufenleiter
hochzusteigen, die uns immer mehr von der Natur und dem „normalen Leben“
entfernt. Menstruation ist eher das Gegenteil: Abgehobene „Manager -
Magie“ ist nicht möglich, die Menstruation wirft dich zurück auf das, was
du nicht ändern kannst; Die Ebbe und die Flut, die Rhythmen der Natur.
Ein weiterer magisch - mystischer Aspekt ist es, daß es Blut ist,
wofür keine verletzt, kein Mensch getötet wurde. Es ist das Blut ohne
Schmerz, das Blut des Lebens. Dieses Mysterium hat überall auf der Welt
die Menschen verleitet, das Menstruationsblut hoch zu heiligen. (oder es
zu verteufeln und statt dessen „Todesblut“ als das „Blut des Lebens“ zu
verkaufen.)
Daß eine schwangere Frau aufhört zu menstruieren, führte bei manchen Kulturen zu der Annahme, daß das ungeborene Kind aus dem zurückgehaltenen Blut des Lebens geformt wird.
Also kurz gesagt: Die beiden magischen Aspekte sind das Zyklische, sich Wandelnde der Menstruation und das Blut, das ohne Gewalt vergossen wird, das Blut des Lebens.
© by Distelfliege
Zu Distelflieges Beitrag fiel mir spontan eine
Sache ein:
Es gibt Erdungsübungen, bei denen man sich vorstellt,
ein blutroter Faden führe vom Basischakra bis tief in die Erde hinein...
*!* Das Basischakra, dem die Farbe Rot zugewiesen wird, wird mit
Erdung, mit „dem Physischen“ und der Verbindung mit der Erde sowohl im
konkreten wie im übertragenen Sinne zuständig ist.
Um das gesagte zu verdeutlichen, hie eine kleine Erdungsübung, die ich gerne anwende:
Erst aktiviere und reinige ich die Chakren, ganz wie es gerade
richtig erscheint von oben nach unten (Basis oder Wurzelchakra bis zum Kronenchakra) oder andersherum.
Wenn ich damit fertig bin, was durchaus in stressigen Zeiten auch
mal länger als eine viertel Stunde dauern kann, fange ich an, die Energie
durch mich durchzuleiten, ähnlich einem Kanal. Dabei stelle ich mir vor,
dass der helle Licht- und Energiestrahl durch das Kronenchakra nach unten
geleitet wird, langsam blutrot oder dunkelbraun wird und dann in die Erde
läuft.
Danach stehe ich garantiert in jeder Hinsicht fest auf dem
Boden.
© by SilberElfe