Zyklus > Schmerzen und Abhilfe


Kräuter und Rezepte


Wenn du Kräuter und Rezepte für eine angenehmere Blutung suchst, bist du hier goldrichtig. Sieh dich ruhig um, lass dir Zeit, genau das Rezept oder die Pflanze zu finden, die auf deine spezielle Situation passen.

Kräuter

AngelikawurzelBlutweiderichFrauenmantelKamilleMelisseMönchspfefferPetersilieRingelblumeRosmarinRoßkastanieSalbeiSchafsgarbeSchneeball

Angelicawurzel
Hilfreich bei Schmerzen, die sich bei Kälte verschlimern, beispielsweise bei Menstruationskrämpfen und Beschwerden in der Leistengegend.
Als wichtigste Substanz enthält diese Wurzel ätherisches Öl und Bitterstoffe. Sie wirkt harntreibend, schleimlösend, magenstärkend und blutreinigend.
Ausserdem als schweißtreibendes und als Mittel gegen Blutstockung (zur Anregung der Menstruation) bekannt.
Äußerlich als Bäder und Kräuterkissen, innerlich als Tee anzuwenden.

Tee:
Kalt ansetzen, 1 Teelöffel zerkleinerte Wurzel auf 1 Tasse Wasser, erhitzen, 15 min. kochen lassen, abseihen. Tägl. etwa 2 Tassen über den Tag verteilt trinken

Als Badezusatz Angelika-Spiritus (aus der Apotheke) verwenden.
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Blutweiderich
Ein Absud wird zu Waschungen der Scheide bei Scheidenjucken, Scheidenentzündungen, Hauterkrankungen und Ekzemen verwendet.

Bei inneren Blutungen und zu starker Regel hilft der Tee sofort.

Blutweiderich und Kamille, zu gleichen Teilen gemischt und regelmäßig getrunken, hilft bei zu starken Monatsblutungen, ebenso bei Blutungen nach der Geburt. Der Arzt ist in diesem Fall aber unbedingt zu Rate zu ziehen.

Bei Frauen, die unter starkem Weißfluß leiden, bringt der Blutweiderichtee allmählich Besserung.
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Frauenmantel

Eines der besten Mittel überhaupt bei Menstruationsbeschwerden. Es soll auch bei allen anderen Problemen mit Gebärmutter und Eierstöcken helfen. Bei Krämpfen einfach eine große Kanne Tee kochen und über den Tag verteilt trinken.


Kamille
Die Kamille ist ein mildes Beruhigungsmittel (auch für Kinder geeignet), das entzündungshemmend und entspannend wirkt, beispielsweise bei Menstruationskrämpfen.
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Melisse
Die Melisse ist wegen ihrer günstigen Wirkung bei körperlichen und seelischen Frauenleiden, auch genannt Mutter- oder Frauenkraut, seit dem Altertum bekannt. Sie wird z.B. bei nervösen Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, schmerzhafter Menstruation, Schwangerschaftsbeschwerden, Schwindel und Schwermut verwendet.
1 Esslöffel Melissenblätter auf 1 Tasse Wasser, überbrühen, ca. 10 min. ziehen lassen und tägl. 2 Tassen trinken.
Melissengeist teelöffelweise 3-4 mal am Tag einnehmen.
Äusserlich bei Nerven, Zahn-, Rheuma- und Kopfschmerzen anzuwenden.
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Mönchspfeffer
Mönchspfeffer, auch Keuschlamm genannt, hilft hervorragend gegen Hormonprobleme und damit einhergehenden Störungen des Zyklus, wie z.B. unregelmäßigen, zu starken oder zu schwachen Blutungen, gegen hormonell bedingte Akne und PMS.
Am besten nimmt man ihn in Form einer Tinktur ein:
Eine Handvoll Mönchspfefferfrüchte in ein verschließbares Glas füllen, mit Alkohol (z.B. Vodka oder Whisky) auffüllen und mindestens zwei Wochen, besser einen ganzen Monat lang durchziehen lassen, ab und zu schütteln.
Nimm mindestens ein halbes Jahr lang jeden Tag 15 Tropfen ein. Danach kannst Du die Dosis langsam verringern.
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Petersilie
Das altbewährte Suppenkraut Petersilie ist anscheinend zu mehr gut als nur, um Suppen zu würzen.
„Petersilie-Suppenkraut wächst in unsrem Garten. Unsre *Name* ist die Braut, soll nicht länger warten...“ sagt ein altes Lied. Auf welches Wissen damit angespielt wird, kann man ahnen, wenn man weiß, wie Petersilie auf den weiblichen Körper wirkt.
Petersilie ist ein spezielles „Frauen-Kraut“, sie hat östrogenartige Inhaltstoffe, die den Wasserhaushalt der Frau regeln, den Uterus stimulieren, die Menstruation zügig in Gang bringen und gegen streßbedingte Krämpfe und Kopfschmerzen wirken. Dazu enthält Petersilie u.a. Eisen, Calcium, Vitamin A und C.
Petersilienöl in hohen Dosen hat darüber hinaus halluzinogene Wirkungen, greift aber die Leber stark an.
Man kann also mit Petersilie eine schwache Menstruation verstärken und mit Hilfe des Suppengewürzes sogar einen Abort einleiten! Um die Wirkung dabei möglichst lokal zu begrenzen, werden dazu Petersilienstängel direkt in die Vagina eingeführt und dort - täglich zweimal gewechselt - drei Tage lang getragen.
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Ringelblume
Die Ringelblume leistet wertvolle Dienste für das Fortpflanzungssystem, da sie Menstruationsbeschwerden lindert und den weiblichen Zyklus reguliert.
 
Rosmarin
Rosmarin wirkt krampflösend, anregend, wird aber auch gegen niedrigen Blutdruck, bei nervösen Herz- oder Kreislaufbeschwerden, rheumatische und neuralgische Beschwerden, Schwäche und Erschöpfungszuständen, Verdauungsstörungen und hartnäckigen Hautausschläge angewendet.
eben all diesen Eigenschaften regt Rosmarin die schwache Menstruation an.

Um eine ordentliche Menstruation auszulösen, mache man folgendes:
Man nehme vor dem angenommenen Termin der Menstruation ein Fußbad mit heißem Wasser und Rosmarinessenz, das so heiß ist, daß es gerade noch erträglich ist. Die Temperatur muß durch Nachgießen von heißem Wasser gehalten werden, 10 bis 15 Minuten lang. Das ganze wiederhole man insgesamt drei Tage lang. Angeblich soll sehr prompt eine ordentliche Blutung erfolgen.
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Roßkastanie
Seit etwa dem 18ten Jahrhundert in der Volksmedizin bekannt.
Roßkastanienpräparate haben eine verengende Wirkung auf das Gefäßsystem. Angewendet wird sie in der inneren Medizin, Frauenheilkunde und Chirugie. Vordergründig bei Behandlungen: Krampfadern, Venenentzündung, Blutergüsse, Menstruations- und Schwangerschaftbeschwerden.
Es gibt fertige Präperate, die man allerdings längere Zeit anwenden sollte, oder auch als Teezubereitungen. Verwenden kann man dazu: Die Blüten, die Rinde von jungen Bäumen und die Samen.
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Salbei
Salbei (Salvia officinalis) ist eine weit verbreitete Küchen-, Gewürz- und Teepflanze. Der Salbei-Strauch wird bis zu 60 cm hoch und blüht von Mai bis Juli.
Für Tees sammelt man die Blätter und junge Triebe an sonnigen Tagen, an denen der Gehalt der wirksamen ätherischen Ölen Thujon und Cineol am höchsten ist.
Die Pflanze enthält neben den ätherischen Ölen auch östrogenähnliche Substanzen, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide und Triterpene. Diese Inhaltsstoffe hemmen die Schweißbildung, fördern die Menstruation, lösen Krämpfe, regen die Sekretbildung an und desinfizieren.
Für einen Tee werden zwei Teelöffel Blätter (frisch oder getrocknet) mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten stehen gelassen.

Vorsicht! Salbei regt die Kontraktion der Gebärmutter an, was zu einem Schwangerschaftsabbruch führen kann, und hemmt den Milchfluss der Brüste. Schwangere und Stillende sollten sie deshalb nicht anwenden.
Weiterhin ist der Thujon-Gehalt auf Dauer für die Leber schädigend. Von einem Dauergebrauch wird daher abgeraten.
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Schafsgarbe
Die Schafgabe gehört zur Familie der Korbblütler.
Sie hat etliche Wirkungen, als Blutstillendes Mittel bei Gebärmutterblutungen, bei Menstruationsbeschwerden, aber auch bei Appetitlosigkeit, nur um einige zu nennen.

Achtung: Beim Sammeln ist Vorsicht geboten, da die Droge bei empfindlichen Personen entzündliche Hautkrankheiten hevorrufen kann. Kinder sollen daher beim Sammeln überhaupt nicht beschäftigt werden. (Warnhinweis entnommen aus: „Heilpflanzen kennen, sammeln, anwenden“) Einen Esslöffel Kraut auf eine Tasse Wasser, 5 Minuten ziehen lassen.
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Schneeball
Der Schneeball gehört zu den Geißblattgewächsen.
Die Beeren, Rinde und Blätter des Schneeballs sind gifitg.
In der Medizin spielt er keine Rolle mehr, nur die Homöopathie macht noch von der Pflanze gebrauch.
Die frische Rinde wird vorwiegend als Frauenheilmittel gegen Menstruationsbeschwerden, bei drohender Fehlgeburt und Gebärmutterkrämpfen verwendet.

Achtung! Nicht sammeln, Giftig!
Nur die Homöopathische Zubereitung verwenden!
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Rezepte

Bei starker Blutung und KrämpfenBei unregelmäßiger oder verspäteter MenstruationGegen KrämpfeRegulierender TeeTee für die WechseljahreTee gegen Hitzewallungen


Bei starker Blutung und Krämpfen

Zu gleichen Teilen Zinnkraut, Frauenmantel und Hirtentäschelkraut (etwa je 1. EL auf 1 Liter Flüssigkeit).
Als Tee bereiten und trinken.

 

Bei unregelmäßiger oder verspäteter Menstruation
Frauenmantel und Schafgarbe zu gleichen Teilen gemischt, 1 gehäufter Teelöffel auf 1/4 Liter Wasser.
Der Frauenmantel und auch die Schafgarbe wiren regulierend auf den weiblichen Zyklus.
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Gegen Krämpfe
Schmerzen während der Menstruation können ganz unterschiedliche Ursachen und daher auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten haben. Eine der möglichen Hauptursachen kann sein, dass die Frau, die unter den Schmerzen leidet, sich nicht mit ihrer Periode „anfreunden“ kann, oder sogar ein allgemeines Problem mit ihrem Frau-sein hat. Sie sieht in der Mens eine Behinderung, vielleicht etwas Unreines, über das man nicht sprechen darf oder gar eine Art Krankheit. Und darauf reagiert der Körper mit psychosomatischen Schmerzen und Krämpfen.
Die Sache von diesem Ende aufzurollen statt die Symptome mit Pharmazeutica zu betäuben ist sicherlich das beste, wenn man feststellt, dass man ein Problem mit seiner Periode hat. Mehr zu diesem Thema findest du in der Rubrik Schmerzen.
Es gibt aber noch andere Möglichkeiten für Krämpfe und Schmerzen während der Mens. Eine mögliche Ursache ist Flüssigkeitsmangel, andere Möglichkeiten sind allgemeine Anspannung oder Stress, eine besonders starke Blutung oder Magnesiummangel.

Um Mensschmerzen zu lindern und damit die Blutung nicht zu stark ist (wirkt zusammenziehend):

Zu gleichen Teilen Himbeerblätter oder Brombeerblätter und Beinwell als Tee aufkochen.

Um Krämpfen vorzubeugen und entgegenzuwirken:

Täglich kurz vor und während der Menstruation 2-3 Tassen Tee aus Frauenmantel, Kamille, Ringelblume und Schafgarbe (zu gleichen Teilen) trinken.

Gegen krampfartige Schmerzen hilft auch, möglichst viel zu trinken (Wasser, kein Kaffee, der entwässert das Gewebe nur noch mehr) und einige Tage vor Beginn der Regel Magnesium-Brausetabletten einzunehmen.

Gänsefingerkraut in Milch mit Honig
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Dieses Kräuterrezept hilft bei Krämpfen. Es ist mild und trotzdem hochwirksam.

Zutaten:
Gänsefingerkraut (potentilla anserina), getrocknet 1 - 2 TL
1 große Tasse Milch
Honig nach Geschmack
Die Milch zum Kochen bringen, das Kraut reingeben, Flamme ausmachen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, danach mit Honig süßen und schön warm trinken.
Wild gesammeltes Kraut wirkt viel besser, wenn es schonend selbst getrocknet wird, erhältst du ein silbern glänzendes trockenes Kraut.
Das Zeug aus dem Laden ist eher grün und um die gleiche Wirkung zu bekommen, muß frau schon eher 2 statt 1 TL auf eine Tasse Milch nehmen.
Vielleicht ist es aber möglich, in der Apotheke eine bessere Qualität zu bekommen.
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Regulierender Tee
Taubnessel-Tee gemischt mit Beifuß reguliert die Menstruation und heilt Ausfluß. Wirkt sich auch bei jungen Frauen am Anfang der Menstruation beruhigend aus.
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Tee für die Wechseljahre
Für die Zeit der Wechseljahre eignet sich ein Tee aus gleichen Teilen Hirtentäschel und Zinnkraut. Es werden immer etwa 2 - 3 Esslöffel auf einen Liter Wasser aufgegossen.
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Tee gegen Hitzewallungen
Luisa Francia empfiehlt, die Wallungen zu verstärken und so unter Kontrolle zu bringen:
Lindenblütentee mit Hirtentäschel zu gleichen Teilen vermischen. Trink davon einen Liter und leg dich entspannt und vielleicht mit schöner Musik uns Bett, deck dich bis an die Nasenspitze zu. Wenn du trichtig geschwitzt hast, wasch dich mit einem Lappen und lauwarmem Wasser am ganzen Körper ab, zieß ein frisches Hemd an und geh schlafen.
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Viele der Rezepte sind dem Buch „Drachenzeit“ von Luisa Francia entnommen, das ich ausdrücklich empfehlen möchte.


Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben, die Kräuterbibliothek aufzubauen! Einen ganz besonderen Dank an Cara-Lashtal, Cheskora, Fee, Nahima, Hydra, Morgana und Grinsekatz!

Wenn Du auch ein Rezept hast, schreib uns doch bitte. DANKE

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