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Krankheiten


TSS: Das Toxische Schocksyndrom – Amenorrhoe

TSS: Das Toxische Schocksyndrom

Das Toxische Schocksyndrom ist eine ernstzunehmende toxische Erkrankung, die äußerst selten auftritt. Sie wird durch Stoffwechselprodukte (Toxine) der Bakterien Staphylococcus aureus verursacht. TSS tritt bei Männern, Frauen und Kindern jeden Alters - typischerweise nach Operationen, Geburten oder Verletzungen (wie z.B. Verbrennungen oder Insektenstichen) und während der Menstruation auf. TSS - und insbesondere das menstruelle TSS - ist eine Rarität.
Das Bakterium Staphylococcus aureus findet sich bei ungefähr einem Drittel der Bevölkerung auf der Haut und den Schleimhäuten, ohne daß es zu irgendwelchen Krankheitserscheinungen kommt. Im Laufe des Lebens bilden die meisten Menschen Antikörper gegen diese Bakterientoxine. Es gibt jedoch einzelne Menschen, die nicht oder nur in unzureichendem Maße in der Lage sind, diese Antikörper zu produzieren. Die Gründe hierfür sind bislang noch unbekannt.
TSS ist im Zusammenhang mit Tamponverwendung beschrieben worden. Es kann aber auch während der Menstruation auftreten, wenn keine Tampons verwendet werden. Nach nun fast 20-jähriger Forschung konnte keine der durchgeführten wissenschaftlichen Studien einen ursächlichen Zusammenhang zwischen menstruellem TSS und Tampongebrauch belegen.

Die Symptome:

Die charakteristischen Symptome von TSS sind u.a. das plötzliche Auftreten von Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schwindelgefühl oder Ohnmacht, Muskelschmerzen und sonnenbrandähnlicher Hautausschlag, hohes Fieber. Wenn du während der Menstruation aus voller Gesundheit heraus plötzlich unter diesen Symptomen leidest, entferne vorsorglich den Tampon und suche unverzüglich einen Arzt oder eine Klinik auf. Erwähne TSS, und dass du menstruierst.

TSS kann wiederholt auftreten, unabhängig davon, ob du Tampons verwendest oder nicht. Wenn du an TSS erkrankt warst, sprich vor der weiteren Verwendung von Tampons mit deinem Arzt oder Gynäkologen.

Quelle: OB-Homepage

Als Zahl für die Häufigkeit von TSS wird auf dieser Seite "3 Fälle auf 100000 Frauenjahre" genannt.
Hier heisst es, 1-2 Fälle auf 100000 Frauen pro Jahr. (Zahlen nur für die USA, letzte Erhebung 1987; zu bemerken wäre, daß seit 1987 auch kleinere und modernere Tampons auf dem Markt sind). 5% aller Erkrankungen (Gesamtbevölkerung) enden tödlich, aber nur 2,5% der Erkrankungen von Frauen während der Menstruation (bessere Aufklärung - man rechnet eher damit - bessere Früherkennung?)
Für England gibt es folgende Zahlen: 40 Fälle treten jährlich auf bei einer Bevölkerung von 58 Millionen - das ist weniger als 1 Fall in einer Million, davon die Hälfte in Zusammenhang mit Tampongebrauch - also weniger als 1 Fall auf 2 Millionen Menschen. Quelle

Zum Vergleich: In der Skandalpresse war in den letzten Jahren öfter mal von sog. "Killer - Streptokokken" die Rede, das sind selten auftretende Bakterien- Wundinfektionen, wobei die Bakterien das Fleisch angreifen und binnen weniger Stunden so zerstören, daß wegen einer geringfügigen Verletzung sogar Amputationen nötig sind. Diese Infektion tritt ca. 10 bis 20 mal pro 100000 Leute auf. Quelle
Und dennoch bekommen wir nicht jedesmal Panikanfälle, wenn wir uns in den Finger schneiden.

In Englisch gibt es eine ganze Internetseite, die sich dieser Krankheit widmet: http://www.toxicshock.com.
Hier steht auch, daß diese Infektion der Häufigkeit nach zur Hälfte mit der Verwendung von Tampons auftritt, zur anderen Hälfte im Zusammenhang mit lokalen Wundinfektionen als Folge von Verbrennungen, Verbrühen, Insektenstichen und Operationswunden.
Mit zunehmendem Alter sinke das Risiko von TSS, da man mit höherer Wahrscheinlichkeit schon Antikörper gegen die Toxine gebildet hat.

Noch ein paar Infos von toxicshock.com:
5-20% der Frauen nach der Menarche haben Staphylokokken in der Vagina.
Tampons haben darauf keinen Einfluss, ob diese Bakterien in der Schleimhaut sind, und auch deren Wachstum hängt nicht mit Tampons zusammen.
Ein Viertel der Staphylokokkenstämme können Toxine produzieren.
Höchstens 4-10% der Bevölkerung (nicht nur Frauen!) haben toxinproduzierende Staphylokokken am Körper.
Obwohl 25% der Bakterienstämme genetisch in der Lage sind, Toxine zu produzieren, tun sie das nur zu bestimmten Zeiten, eben um ihre "Art zu erhalten" wie man so schön sagt.
Was genau die Bakterien dazu bringt, um ihre Art zu fürchten und Toxine zu produzieren, weiss man nicht genau.
Die Mehrheit der Bevölkerung bildet während der Pubertät Antikörper gegen diese Toxine.

TSS ist noch um einiges seltener als es diese bisher bekannten Faktoren vermuten ließen.

Panik ist wegen Tampons deshalb denke ich, auch nicht angebracht. Es gibt ja auf jeder Packung Tampons Informationen zu TSS, und mit einer richtigen Erkennung der Symptome ist das Ganze dann bald mit Antibiotika-Gaben behoben.

Tips zum Vorbeugen:

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Amenorrhoe

Die Amenorrhoe [amänoröh] bezeichnet das Fehlen oder Ausbleiben der menstruellen Blutung ohne weitere Symptome. Die Amenorrhoe geht gehäuft einher mit Gewichtsschwankungen und starken psychischen Belastungen und mit dem Fehlen eines Eisprungs (Anovulation).

Die Amenorrhoe unterscheidet man in:
primäre Amenorrhoe: nämlich wenn nach Vollendung des 15. Lebensjahres noch keine Menstruationsblutung aufgetreten ist und in die
sekundäre Amenorrhoe: wenn bereits Monatsblutungen erfolgt sind und blutungsfreie Intervalle von mehr als 3 Monaten eintreten.

Ursachen der primären Amenorrhoe

Ursache der primären Amenorrhoe sind häufig genetische Defekte wie Chromosomenanomalien, aber auch durch Fehlbildungen im Bereich der Geschlechtsorgane.
Falls bis zum 16. Lebensjahr keine Monatsblutung eingesetzt hat, ist eine diagnostische Abklärung dringend zu empfehlen.

Ursachen der sekundären Amenorrhoe

Die Ursache der sekundären Amenorrhoe liegt zu etwa 75 Prozent an einer hormonellen Fehlsteuerungen. Zu den häufigen Ursachen dieser Fehlfunktionen können seelische Spannungen, Klimawechsel und andere außergewöhnliche psychische Belastungen sein.


Nach einer Geburt bleibt oft die Menstruation aus, ohne, dass man die Ursache kennt
Eine Sonderform der zentralnervösen Fehlsteuerung stellt die "Post-Pill-Amenorrhoe", die bei ca. 1-2 Prozent aller Frauen, die die Pille einnehmen auftritt.


Therapie und Prognose

Die Prognose bei der Amenorrhoe, aufgrund einer Eierstockfunktionsminderung besteht, ist abhängig von der Dauer und vom Grad der Funktionsminderung der Eierstöcke. Bei ca. 20 bis 25 Prozent erfolgt eine spontane Normalisierung, bei 40 bis 60 Prozent kann mit einer erfolgreichen Therapie gerechnet werden. Die medikamentöse Therapie wird in der Regel mit Hilfe von Hormonpräparaten durchgeführt.
Ergibt die Ursachensuche Hinweise auf äußere und innere, insbesondere seelische Belastungen, so wird die Behandlung als erstes darauf ausgerichtet.

Sinnvoll ist es, dass die Betroffene einige Monate genau Blutungshäufigkeit, Blutungsstärke, Schmerzen, Zwischenblutungen und Eisprung notiert.

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Quelle: www.qualimedic.de

 

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